Willkommen bei unserem großen Hochdruckreiniger Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Hochdruckreiniger. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Hochdruckreiniger zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Hochdruckreiniger kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hochdruckreiniger bietet dir im Gegensatz zu herkömmlichen drucklosen Reinigungsmethoden schnellere Ergebnisse. Die Reinigung mit Hochdruck führt dabei zu einer besseren Schmutzlösung.
  • Beim Kauf stehen dir Sprithochdruckreiniger, Elektrohochdruckreiniger und mobile Hochdruckreiniger zur Auswahl. Mobile Hochdruckreiniger sind durch ihre kabellose Bauweise sehr vielseitig einsetzbar.
  • Bevor du dich für ein bestimmtes Modell entscheidest, solltest du die Maße, das Gewicht, den Wasserdruck, die Fördermenge und die Motorleistung genauer unter die Lupe nehmen.

Hochdruckreiniger Test: Das Ranking

Platz 1: Kränzle 412181 Hochdruckreiniger

Platz 2: Kärcher X-Range Hochdruckreiniger

Platz 3: Kärcher K 2 Compact Hochdruckreiniger

Platz 4: Berlan BHDR1850-160 Hochdruckreiniger

Platz 5: Bosch DIY Hochdruckreiniger

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Hochdruckreiniger kaufst

Was sind die Vorteile von einem Dampfreiniger im Gegensatz zur Reinigung mit Lappen und Bürste?

Das Reinigen mit Hochdruckreinigern bietet gegenüber einem drucklosen Reinigungsverfahren beeindruckende Vorteile. So liegt nicht nur ein sehr gutes und schnelles Reinigungsergebnis vor, sondern auch ein sehr umweltfreundliches.

Außerdem führt das Reinigen mit Heißwasser zu einer schnelleren Schmutzlösung und damit zu einer deutlichen Zeiteinsparung von bis zu 35 Prozent. Somit lassen sich vielfältige Reinigungsaufgaben kostengünstig und wirtschaftlich durchführen.

  • Verbesserte Hygiene: Nach der Reinigung mit Heißwasser lässt sich eine deutliche Keimreduktion nachweisen. Für viele Hygieneanforderungen ist diese ohne Desinfektionsmittel erzielte Keimreduktion völlig ausreichend.
  • Kurze Trocknungszeiten: Flächen, die mit Heißwasser gereinigt werden, trocknen durch die Wärme schneller ab und stehen dadurch schneller für die Weiterbearbeitung beziehungsweise Weiterverwendung zur Verfügung.
  • Kurze Reinigungsdauer: Heißwasser führt zu einer schnelleren Schmutzlösung und damit zu einer deutlichen Zeiteinsparung von bis zu 35 Prozent. Somit lassen sich vielfältige Reinigungsaufgaben kostengünstig und wirtschaftlich durchführen.
  • Ohne Chemie: Bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger kann auf zusätzliche (chemische) Reinigungsmittel verzichtet werden. Das spart Geld und schont die Umwelt.

Für welche Einsatzbereiche sind Hochdruckreiniger gedacht?

Vor der Anschaffung eines Flächenreinigers solltest du dir also überlegen, was du reinigen möchtest und wie hoch der Grad der Verschmutzung ist. Hier sind drei Beispiele für Reinigungsprojekte:

Grad der Verschmutzung Beispiele für Einsatzbereiche
Gering Grill, Fahrrad, Motorrad, Gartenmöbel, Auto und Boot
Mittel Gartenterrasse, Balkon, Gehweg und Zaun
Hoch Auffahrt, Hauswand, Gartenlaube, Stallungen und Maschinenfahrzeuge

Dabei empfiehlt sich der benzinbetriebene Hochdruckreiniger eher für folgende Anwendungsgebiete:

  • Einfahrten
  • Große Außendecks
  • Häuser
  • Zäune

Der elektrisch betriebene Hochdruckreiniger eignet sich eher für:

  • Alle Innenbereiche
  • Grill
  • Motorrad
  • Fahrrad
  • Boot
  • Auto

Hochdruckreiniger eignen sich für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete im privaten Innen- und Außenbereich. So werden Gartenmöbel, Terrassen, Wege, Autos oder Dachrinnen schnell und gründlich von Schmutz befreit und erstrahlen durch die kraftvolle Reinigung in neuem Glanz.

Dank seiner konzentrierten Kraft fällt die Reinigungsaktion im Vergleich zur handelsüblichen Bürste leicht und schont gleichzeitig den Rücken. In früheren Zeiten war der Hochdruckreiniger nur für gewerbliche Zwecke konzipiert. Professionelle Betriebe rund um Garten, Bau und Häuser verwenden bis heute hocheffiziente Gerätschaften, die für den privaten Gebrauch nicht geeignet sind.

Um auch die Nachfrage für private Haushalte zu decken, wurden geeignete Hochdruckreiniger entwickelt, die den Anforderungen in Heim und Garten rundum genügen.

Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger finden im privaten Bereich in vielen verschiedenen Gebieten – vom Auto bis zur Terrasse – Anwendung.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Im Folgenden werden wir dir die Funktionsweisen von Hochdruckreinigern kurz erläutern. Dazu geben wir dir einen Überblick über die Bestandteile eines Hochdruckreinigers:

  • Hochdruckpumpe
  • Sprühlanzen
  • Gehäuse
  • Frischwasser
  • Hochdruckschlauch
  • Wasseranschluss

Ein Hochdruckreiniger ist ein Arbeitsgerät, das mit Hilfe von Wasserdruck auch starke Verschmutzungen entfernt. Der Wasserdruck reicht von 15 bis zu mehr als 1000 bar.

Über einen Wasseranschluss wird dem Gerät Wasser zugeführt. Eine eingebaute Hochdruckpumpe ist dafür verantwortlich, dass das Wasser durch den Anschluss in den Hochdruckreiniger gepumpt wird. Ein eingebauter Hubkolben bewirkt daraufhin, dass das Wasser unter Druck gesetzt und in den Hochdruckschlauch weitergeleitet wird.

Ein zusätzliches Auslassventil komprimiert diesen Wasserlauf und befördert ihn in die Sprühlanzen. Von dort aus wird das Wasser dann unter hohem Druck nach außen geleitet. Hochdruckreiniger können mit verschiedenen Düsenaufsätzen beziehungsweise Sprühlanzen betrieben werden.

Was kostet ein Hochdruckreiniger?

Hochdruckreiniger gibt es in allen Preisklassen. Die einzelnen Preise richten sich dabei nach dem Anspruch an das Gerät. Die Palette reicht vom Gelegenheitsnutzer bis hin zum Profianwender.

Typ Preisspanne
Standardmodell ca. 50-100 €
Heimwerkermodell ca. 100-200 €
Profimodell ca. 500-1.500 €

Für gelegentliche Anwendungen reicht ein Standardmodell aus. Hier kannst du günstige Markengeräte finden, die zum Beispiel für den jährlichen „Frühjahrsputz“ geeignet sind. Mit rund 50 bis 100 Euro machst du nichts falsch.

Du brauchst mehr Power und nutzt deinen Hochdruckreiniger mehrmals pro Jahr? Dann ist es für dich vielleicht sinnvoll, dich in der Preisklasse von 100 bis 250 Euro umzusehen. Hier findest du die passenden Geräte für den Heimwerkerbedarf.

Außerdem verkürzt sich mit Geräten in dieser Klasse die Bearbeitungszeit, da diese mit einer besseren und schnelleren Technik ausgestattet sind. Mit dem Preis steigt natürlich auch die Qualität. Höherer Druck und höhere Fördermenge erzielen schnellere und bessere Ergebnisse. Meist sind die Geräte dieser Klasse mit gutem Zubehör ausgestattet.

Für besondere Reinigungsarbeiten, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft, eignen sich die Profimodelle. Diese gibt es ab rund 500 Euro. Nach oben ist keine Grenze gesetzt. So werden auch Profireiniger im vierstelligen Bereich angeboten.

Hier wird maximale Kraft garantiert und eine Wassertemperatur bis zu 150°C erreicht. Die Modelle in dieser Preisklasse eignen sich für die häufige Anwendung von stark beschmutzten und großen Gegenständen.

Hochdruckreiniger

Besonders nach dem Winter, wenn sich der Schmutz hartnäckig auf der Terrasse festgesetzt hat, eignet es sich, einen Hochdruckreiniger zu benutzen. Dadurch ist es leichter, den ganzen Schmutz zu entfernen. Quelle: Pixabay.com

Wo kann ich einen Hochdruckreiniger kaufen?

Hochdruckreiniger gehören standardmäßig in das klassische Sortiment eines jeden Baumarktes. Dort wirst du auf jeden Fall eine große Auswahl finden. Neben dem Fachhandel haben ab und an auch Supermarktketten Hochdruckreiniger in limitierten Spezialangeboten im Sortiment.

Zahlreiche Hersteller haben die „Allzweckwaffe gegen Schmutz“ ebenfalls auch online im Angebot. Und auch die großen Online-Marktplätze wie Amazon und Ebay bieten Hochdruckreiniger an.

Hier einige Baumärkte, Fachgeschäfte und Supermarktketten, die Hochdruckreiniger in ihren Warenhäusern und in ihren Onlineshops anbieten:

  • OBI
  • Hornbach
  • Hagebau
  • Bauhaus
  • Toom
  • Aldi
  • Lidl

Können Hochdruckreiniger auch gemietet werden?

Ja, Hochdruckreiniger werden auch vermietet. Der Fachhandel hat sich neben dem Verkauf auch auf den Verleih spezialisiert. Besonders bei einmaligen Reinigungsaktionen bietet sich das Leihgeschäft an.

Auch kann das Leihen eine entscheidende Hilfe beim Kauf sein. Hast du ein Produkt in die engere Wahl genommen, kannst du dir von diesem Modell zunächst ein Leihgerät mitnehmen, um es zu testen. Die Leihgebühr variiert zwischen 10 und 70 Euro pro Tag und hängt vom Gerätetyp ab.

Entscheidung: Welche Arten von Hochdruckreinigern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Wenn der Grill nach der letzten Feier nicht geputzt, die Terrasse länger nicht gereinigt und dein Zweirad auch schon länger kein Wasser gesehen hat, sieht das nach langwieriger und harter Putzarbeit aus. Für grobe Reinigungsarbeiten rund um Haus und Garten gibt es aber eine zeitsparende Alternative zu Schwamm und Bürste: ein Hochdruckreiniger.

Wir unterscheiden drei verschiedene Arten:

  • Sprithochdruckreiniger
  • Elektrohochdruckreiniger
  • Mobiler Hochdruckreiniger

Alle Arten eignen sich bei leichteren, mittelschweren und schweren Verschmutzungen. Als Faustregel gilt aber: Je größer der Reinigungsjob, desto größer und leistungsstärker sollte die Maschine sein. Je größer die Maschine, desto mehr Bar kann sie erzeugen. Und das bedeutet, dass das Wasser mit mehr Druck und Kraft auf die zu reinigenden Gegenstände trifft.

Als Entscheidungshilfe findest du nachfolgend eine Kurzbeschreibung der verschiedenen Arten an Hochdruckreinigern und die jeweiligen Vor- und Nachteile der Hochdruckreiniger-Typen:

Was zeichnet einen Sprithochdruckreiniger aus und welches sind die Vorteile und Nachteile?

Hochdruckreiniger sind dafür bekannt, besonders umweltfreundlich zu sein. Dennoch gibt es einige Modelle, die für den Betrieb Benzin oder Diesel benötigen. Auf diese Weise wird eine Unabhängigkeit zur Stromquelle geschaffen, was bedeutet, dass du das Gerät ortsungebunden und flexibel sowie mit hoher Leistung einsetzen kannst.

Diese Geräte sind für gelegentlichen Hausgebrauch eher nicht nötig, da das Hantieren mit Sprit eine Gefahrenquelle sein kann und rund ums Haus ja doch immer Strom verfügbar ist. Zudem ist im Privatgebrauch ein Kabel auch kein so großes Hindernis wie beispielsweise auf einer Baustelle, wo es beschädigt werden kann.

Vorteile

  • Kein Stromkabel im Weg
  • Sehr flexibel

Nachteile

  • Einsatzzeit von Sprit abhängig
  • Maximale Wassertemperatur niedrig

Zudem musst du beachten, dass zwar ein Treibstofftank, aber im Normalfall kein Wassertank vorliegt. Den Wasseranschluss über einen Schlauch hast du bei diesen Modellen also trotzdem. Da die Reiniger ja eine große Wassermenge in kurzer Zeit benötigen, um den Druck aufrechtzuerhalten, müssten auch mobile Wassertanks, die nebem dem Gerät stehen, mehrere 100 Liter fassen.

Benzinbetriebene Reiniger sind außerdem Kaltwasser-Hochdruckreiniger, bei denen das zulaufende Wasser ja nach Modell maximal zwischen 40 und 60°C warm sein darf. Heißeres Wasser verursacht Schäden an der Pumpe. Beachte hier immer die Anweisungen in der Anleitung.

Was zeichnet einen Elektrohochdruckreiniger aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Auch wenn diese Art des „klassischen“ Hochdruckreinigers nicht ganz so mobil ist wie ein benzinberiebenes Gerät, hat es doch seine Vorzüge. Strom ist im Normalfall ja immer verfügbar, für einen größeren Bewegungsradius dienen Verlängerungskabel.

Dafür muss kein Benzin zugekauft werden, das Hantieren damit fällt weg. Die Einsatzzeit ist somit auch nicht an die vorhandene Menge Benzin gebunden und ein Betrieb mit Strom passt besser ins Bild der umweltfreundlichen Reinigungsmethode.

Elektronisch betriebene Hochdruckreiniger gibt es in verschiedenen Größen, in unterscheidlichen Leistungs- und damit Preisklassen. Egal wie oft du so ein Gerät brauchst und was damit gereinigt werden soll, im breitgefächerten Angebot an „klassischen“ Hochdruckreinigern wirst du sicher fündig.

Vorteile

  • Kein Hantieren mit Sprit
  • Viele Leistungsklassen verfügbar
  • Auch Heißwassergeräte verfügbar

Nachteile

  • Stromkabel im Weg
  • Wasserschlauch nötig
  • Zuviel Druck kann Schäden verursachen

Wichtig ist, dass du – vor allem als Einsteiger – nicht mit zu viel Leistung loslegst, das könnte Flächen oder Geräte, die du reinigen willst, beschädigen. Immer von weniger Druck zu mehr steigern.

Daher ist es wichtig, dass der Hochdruckreiniger deiner Wahl dies zulässt, am besten stufenlos. Hier ist also das Material zu berücksichtigen, das du reinigen möchtest. Gartenmöbel aus Holz beispielsweise vertragen Wasser nur mit geringem Druck.

Eine Spezialart bei den elektrisch betriebenen Reinigern sind Heißwasser-Hochdruckreiniger, deren Bauteile auch zulaufendes Wasser von über 60°C gut vertragen. Wenn es schnell gehen muss oder du sehr starke Verschmutzungen entfernen willst, kann wärmeres Wasser die Arbeit erleichtern.

Was zeichnet einen mobilen Hochdruckreiniger aus und welches sind die Vorteile und Nachteile?

Bei einem Hochdruckreiniger brauchst du in der Regel immer einen Wasserschlauch um den Betrieb sicherzustellen. Auch spritbetriebene Geräte sind davon nicht immer ausgenommen, auch wenn sie kein Stromkabel benötigen. Eine Ausnahme bilden kleine mobile Modelle, die mit Akku und Wassertank ausgestattet sind.

Ist die Akkuleistung groß genug, fällt somit zumindest während des Arbeitens das Stromkabel weg. Da die verbundenen Wassertanks nicht sehr groß sein können, um die Mobilität zu erhalten, darf der Hochdruckreiniger dieses nicht zu schnell verbrauchen. Daher ist der Druck auch entsprechend niedriger.

Vorteile

  • Kein Stromkabel
  • Kein Wasserschlauch
  • Ortsungebunden

Nachteile

  • Akku muss aufgeladen werden
  • Beschränkte Leistung
  • Geringer Druck

Wenn du Materialien und Flächen bearbeiten willst, die ohnehin keinen zu hohen Druck vertragen, kann die Reinigungsleistung eines solchen mobilen Gerätes schon ausreichen. Allzu lange durchgehende Arbeitszeiten solltest du auch nicht einplanen, da diese neben der Wassermenge natürlich auch vom Akkustand erheblich begrenzt wird.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Hochdruckreiniger vergleichen und bewerten

Der Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten einen Hochdruckreiniger zu kaufen. Der Fachhandel hat ein großes Sortiment und auch Online-Anbieter haben eine große Auswahl von verschiedenen Herstellern. Doch welcher ist der richtige für dich, wenn es um Qualität, Funktionalität und den Einsatzbereich geht?

Im Folgenden möchten wir dir wichtige Kaufkriterien aufzeigen, die dir bei der Auswahl des richtigen Gerätes helfen können:

  • Wasserdruck
  • Fördermenge
  • Motorleistung
  • Maximale Wassertemperatur
  • Ausstattung
  • Reinigungsmittel
  • Maße
  • Gewicht
  • Kabel- und Schlauchlänge

Wasserdruck

Der Wasserdruck spielt bei der Reinigung eine große Rolle. Dieser beschreibt die Stärke, mit wie viel Kraft das Wasser aus dem Reinigungsgerät gepumpt wird. Die Einheit des Drucks wird in Bar gemessen. Je höher die Barzahl, desto mehr Power hat der Wasserstrahl.

Doch hier ist Vorsicht geboten. Nicht jedes Material verträgt viel Druck aus der Düse. Durch eine falsche Einstellung, durch zu hohen Druck können Geräte, Materialien und Flächen sogar beschädigt werden.

Möchtest du zum Beispiel einen Betonweg von Moos befreien, benötigst du wesentlich mehr Bar als bei der Reinigung eines normal schmutzigen Autos. Achte hier auf Empfehlungen in der Gebrauchsanweisung und steigere den Druck immer nur langsam. Beginne lieber mit klar zu wenig als mit zu viel Power.

Fördermenge

Neben dem Wasserdruck spielt die Fördermenge für die gründliche Reinigung eine große Rolle. Wasserdruck und Fördermenge stehen im unabdingbaren Verhältnis und müssen aufeinander abgestimmt sein. Arbeitet ein Gerät mit viel Druck und wenig Wasser, hat die Düse einen zu geringen Wirkungsgrad.

Die Fördermenge beschreibt die Wassermenge in Liter pro Stunde. Die auf eine Minutenanzahl konzipierte Einheit nennt sich Schwemmleistung, die den Wasserverbrauch pro Minute angibt. Um Verschmutzungen gut und einfach zu lösen, empfiehlt sich eine Schwemmleistung von sechs bis zehn Liter Wasser pro Minute beziehungsweise 500 bis 1.200 Liter pro Stunde.

Motorleistung

Die Motorleistung wird in Watt angegeben. Hier kann allgemein gesagt werden: je höher die Wattzahl desto stärker der Motor. Ein starker Motor hilft definitiv bei der Säuberung. Er ist unmittelbar Voraussetzung, um den gewünschten Wasserdruck zu erzielen. Da der Arbeitsdruck bei mindestens 100 bar liegen sollte, wird eine Motorabgabeleistung von rund 1,5 bis 1,6 Kilowatt empfohlen.

Hochdruckreiniger

Für einen Arbeitsdruck von mindestens 100 bar sollte die Motorabgabeleistung bei 1,5 bis 1,6 Watt liegen.

Maximale Wassertemperatur

Wie bei allen Reinigungsgeräten hat heißes Wasser eine höhere Reinigungskraft. Doch eine zu hohe Temperatureinstellung ist bei der Anwendung von Hochdruckreinigern nicht in allen Fällen ratsam.

Hier wird eine Wassertemperatur von 40 bis 50°C empfohlen. Die 60°C sollten nicht überschritten werden, da sonst Materialschäden entstehen können. Die Ausnahme bilden Heißwasser-Hochdruckreiniger, deren Bauteile speziell für höhere Temperaturen ausgelegt sind.

Ausstattung

Hochdruckreiniger können mit verschiedenen Düsenaufsätzen bzw. Sprühlanzen betrieben werden. Zum Standardrepertoire eines jeden Hochdruckreinigers gehört eine Kombi- oder Variodüse sowie eine Rotordüse („Schmutzkiller“). Im Zubehörsortiment der Hersteller lassen sich jedoch oft noch weitere kompatible Düsenaufsätze für spezielle Anwendungszwecke finden.

Am häufigsten stehen dem Nutzer hier sogenannte Terrassen- oder Flächenreiniger zur Verfügung, mithilfe derer sich große Flächen zügig reinigen lassen. Des Weiteren werden für nahezu jedes Gerät auch spezielle Autowaschbürsten mit weichen Borsten zur schonenden Reinigung der Karosserie angeboten.

Rotordüse

Die Rotordüse ist eine sich kreisförmig bewegende Punktstrahldüse, welche sich durch die Drehung eines sogenannten Meißeleffektes bedient. Sie entfernt vor allem schwere, großflächige Verschmutzungen beziehungsweise Ablagerungen sehr effizient.

Kombidüse

Mit der Kombidüse lässt sich ein Punkt- sowie ein Flachstrahl erzeugen. Der Punktstrahl konzentriert den Wasserdruck auf eine sehr kleine Fläche, wodurch er äußerst scharf, präzise und kraftvoll ist. Durch eine einfache Drehbewegung am Düsenkopf lässt sich dieser in einen flacheren und damit auch sanfteren Strahl auffächern.

Reinigungsmittel

Generell können Hochdruckreiniger auch mit Reinigungsmitteln verwendet werden um das Ergebnis der Reinigung zu verbessern. Umweltfreundlicher wäre natürlich das Saubermachen nur mit Wasserkraft.

Folgende geeignete Reinigungsmittel-Klassen gibt es:

  •  Allzweckreiniger
  •  Holzreiniger
  •  Steinreiniger
  •  Autoreiniger
  •  Kunststoffreiniger
  •  Strahlmittel

Am besten ist es, wenn du dir zu Beginn gründlich anzusiehst, was du reinigen willst und dies dann nach Materialien einteilst. Die Gegenstände, Geräte oder Flächen sollten klarerweise nur mit dem Reiniger behandelt werden, der dafür auch geeignet ist.

Hier ist es wichtig, das Etikett ganz genau zu studieren, um keine Schäden bei den Objekten durch das Mittel herbeizuführen. Außerdem beachte Hinweise zu Reinigungsmittel in der Gebrauchsanweisung deines Hochdruckreinigers, um auch hier nichts Ungeeignetes einzufüllen.

Maße

Wer sich einen Hochdruckreiniger vorstellt, denkt erst einmal an große Maschinen, die sperrig und unhandlich sind. In den vergangenen Jahren hat sich aber in der Entwicklung eine Menge getan und Hochdruckreiniger sind kleiner und besser händelbar geworden.

Zu vergleichen sind die Naß-Reinigungsgeräte mit großen Staubsaugern, manche sind sogar noch größer. Die Größe ist beim Kauf gerade dann wichtig, wenn du nicht so viel Platz zum Aufbewahren hast. Kannst du deinen Hochdruckreiniger beispielsweise in der Garage oder einer Gartenhütte unterbringen oder muss ein Schrank herhalten?

Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger gibt es zunehmend auch in kleinen, platzsparenden Varianten.

Gewicht

Bei allen Faktoren der Reinigungskraft ist aber auch wichtig, dass sich das Gerät leicht und einfach bedienen und transportieren lässt. Ein Kriterium ist hier das Gewicht. Viele Hersteller bieten Geräte bereits ab vier Kilogramm an. Besonders Produkte, die für den Hausgebrauch empfohlen werden, sind in der „leichten Klasse“ von rund vier bis 15 Kilogramm zu finden.

Profi- und Industriegeräte wiegen hingegen mehr und können auch 20 bis 30 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Vorteile der leichten Geräte liegen auf der Hand. Durch leichteres Rollen, Schieben oder Ziehen vereinfachen sich der Umgang und die Handhabung eines solchen Gerätes.

Kabel- und Schlauchlänge

Jedes strombetriebene Gerät im Haushalt hat eine wesentliche Begrenzung: die Kabellänge. Zu kurze Kabel bedingen nerviges hin- und herstellen und mehrfaches Einbauen von Verlängerungskabeln. Noch entscheidender ist daher die Schlauchlänge des Gerätes.

Mit Schlauch ist die Verbindung zwischen Gerät und Düse gemeint. Die Schlauchlänge macht dich im Reinigungsprozess noch flexibler. Du stellt den Hochdruckreiniger besipielsweise auf der Terasse ab und hast mit dem Schlauch noch eine Menge Spielraum, in Ecken zu kommen, ohne den ganzen Hochdruckreiniger neu zu positionieren.

Je länger der Schlauch am Gerät, desto mehr Handlungsspielraum für dich. Die meisten Reiniger sind mit einem Schlauch von fünf bis 15 Meter ausgestattet.

Auch der Wasserschlauch für den Anschluss an einer Leitung im oder am Haus ist natürlich von Bedeutung, auch wenn herkömmliche Gartenschläuche da meist eine ausreichende Länge haben sollten.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Hochdruckreiniger

Was ist der Unterschied zwischen einem Hochdruckreiniger und einem Dampfreiniger?

Häufig werden beide Begriffe für ein und dasselbe verwendet. Allerdings sind es zwei verschiedene Geräte. Beide arbeiten mit Wasser, aber es gibt doch klare Unterschiede.

Hochdruckreiniger werden überwiegend für den Außenbereich eingesetzt. Terrassen und Außenfassaden können damit mühelos gereinigt werden. Gartenwege werden von Moos und Grünbelag befreit, ebenso können Mülltonnen und Gartenmöbel sauber abgespritzt werden.

Selbst hartnäckige Verschmutzungen werden mit einem Hochdruckreiniger schnell und einfach entfernt. Ein Dampfreiniger hingegen arbeitet nicht mit einem kräftigen Wasserstrahl, sondern mit heißem Dampf.

So ein Gerät lässt sich besonders innerhalb des Hauses in vielen Bereichen anwenden und erspart mühevolle Putzarbeiten. Die Nutzung eines Dampfreinigers ist ausgesprochen umweltfreundlich und sparsam, da keine Reinigungsmittel benötigt werden. Ein Dampfreiniger wird auch gerne von Allergikern genutzt.

Wie viel Wasser verbraucht ein Hochdruckreiniger im Durchschnitt?

Wasser ist das Hauptelement für den Hochdruckreiniger. Durch den Druck muss auch eine gewisse Wassermenge garantiert sein. Wie viel Wasser läuft denn im Durchschnitt durch so ein Gerät?

Das hängt natürlich von der Größe der zu reinigenden Fläche und von der Stärke der Verschmutzung ab. Der Hochdruckreiniger ist mit einer Wasserleitung, meist über einen Gartenschlauch, verbunden und erhält dadurch seine Wasserzufuhr. Das geschieht mit einem Druck von zwei bis vier Bar.

Damit der Hochdruckreiniger seine Reinigungswirkung erzielt, erzeugt die eingebaute Hochdruckpumpe einen Wasserstrahl von beispielsweise 145 bar. In einer Stunde verbraucht ein Hochdruckreiniger mit 145 bar 500 Liter Wasser.

Welche Materialien kann ich mit einem Hochdruckreiniger reinigen?

Manche Materialien und Flächen reagieren auf Druck sehr empfindlich. Es gilt also achtsam zu überprüfen, ob das zu reinigende Material mit dem Hochdruck des Reinigers umgehen kann. Lies dazu die Gebrauchsanweisung deines Gerätes genau durch und informiere dich gegebenenfalls noch im Fachmarkt oder im Internet.

Besonders bei beschichteten Materialien sollte nicht mit zu viel Druck gearbeitet werden. Es besteht die Gefahr, dass die Beschichtung aufplatzt und das Material beschädigt wird. Stelle dazu sicher, dass du mit wenig Druck startest und dein Gerät es dir erlaubt, den Druck auch langsam und möglichst stufenlos zu steigern.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128743761.html


[2] http://etm-testmagazin.de/ratgeber/so-funktioniert-ein-hochdruckreiniger


[3] http://www.malerblatt.de/bildung-karriere/nachwuchs/wie-funktioniert-eigentlich-ein-hochdruckreiniger/

Bildquelle: Pixabay.com / HutchRock

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Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

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